Wachsmarkt:

Der Lichtmess- oder Wachsmarkt von Tann war und ist heute noch einer der bedeutendsten Märkte zwischen dem Inn- und Rottal. Er findet immer am letzten Donnerstag vor Lichtmess statt. Sein Ursprung reicht nachweislich zurück bis ins 14. Jahrhundert. Das Vieh beherrschte lange Zeit den Wachsmarkt. Erst im 20. Jahrhundert wurde der Tanner Wachsmarkt mehr und mehr zum Warenmarkt und hinzu kamen die politischen Veranstaltungen. Dieser erste Markt im Tanner Marktjahr ist selbst in unserer modernen Zeit nicht mehr wegzudenken. Tausende von Besuchern genießen alljährlich mit den Tannern ihren „Feiertag“ am Marktplatz und in den zahlreichen Lokalitäten.

Kunstmarkt und Bartolomäusmarkt:

Immer am letzten Sonntag im August findet seit mehr als 20 Jahren in Tann der Kunstmarkt statt. 1985 hatten eine Hand voll junger Mitglieder der „Kultur-Zentrifuge“ eine Idee, die sie auch in die Tat umsetzten. Der Tanner Kunstmarkt war geboren. Am letzten Augustwochenende wird der Tanner Marktplatz zur „Partymeile“. Der trad. Bartolomämarkt am nördlichen Marktplatz und der Kunstmarkt am südlichen ergänzen sich bestens. Weit über 100 Künstler, Aussteller und Fieranten sorgen für emsiges Treiben den ganzen Tag über. Beste Bewirtung und tolle Musik mehrerer Bands geben zu „Kunst und Kitsch“ dieser Veranstaltung ein unvergleichliches Flair. Mit einem großartigen Marktplatz - Open-Air am Vorabend wird alljährlich Tann am letzten August-Wochenende zu dem Veranstaltung-Tipp in der ganzen Region.

Martinimarkt:

Der Martinimarkt ist der dritte große Markt im Jahreskalender der Tanner Märkte. Wenngleich er zwar nicht der älteste ist, so kann er doch auf eine viele hundertjährige Tradition verweisen. 1981 feierte der Markt einige Wochen lang 500 Jahre Martinimarkt. Auch heute noch erfreut sich dieser Markt im November einer großen Beliebtheit, auch wenn er nicht mehr die Bedeutung früherer Zeiten hat.

Nikolausmarkt:

Den Tanner Nikolausmarkt gibt es seit nunmehr gut 30 Jahren. Als Mitte der 70 er Jahre rundum die Nikolausmärkte immer beliebter wurden, wollte auch Tann dabei sein. Erst am Marktplatz und später in der romantischen Bachstraße zog und zieht „St. Nikolaus“ bis heute in der Pferdekutsche ein. Die Kinder und Eltern freuen sich alljährlich über „das Päckchen“ des Heiligen. Etwa 1000 dieser liebevoll hergerichteten „kleinen Geschenke“ finden so an einem Samstag kurz vor oder nach dem 6. Dezember (Nikolaustag) ihre Abnehmer. Bis in die Nacht hinein duftet es dann nach Glühwein und die weihnachtliche Musik in der Bachstraße stimmt auf das nahende Weihnachtsfest ein.